Montag, 12. Oktober 2015

Fuß, Susanne: Driving Phil Clune

Wer zum Teufel ist Phil Clune? Phil Clune könnte auch George Clooney sein. Oder Tom Hanks, Oder Jodie Foster oder oder oder oder oder... jedenfalls ein Filmstar.

Wer aber ist Herbert Maletzke? Ein Taxifahrer. Und Harry Maletzke? Der ist ein pfiffiger Verschwindikus aus der Geschlossenen in HH. Auf dem Weg nach Berlin. Zu Bruder Herbert und derer beider Mutter Käthe. Herbert ist über 50 und alleinstehend. Er versorgt mit vor allem deren Rente Mutter Käthe. Und er wünscht sich nur eins: Mal einen Star herum zu kutschieren und dann davon den mit offenen Mündern herumstehenden Kollegen zu erzählen. Vor allem der Rita, an die er sich nicht ran traut.



Und dann wird Harry zu Phil Clune. Eine Erfolg versprechende Karriere. Bis der echte Clune auftaucht. Was da nicht alles passieren kann. Showdown auf der "german Autobahn". Polizei noch und nöcher, Sanitäter, Pfleger aus der geschlossenen Anstalt, CIA, Taxifahrer, ein Busunternehmen auf Werbeverkaufsfahrt, abgefahrene Rentner in diesem. Und Rita und Herbert und Harry und Käthe und Clune mittendrin...

* * *

Es geht ein wenig schleppend los und nimmt dann Fahrt auf. Insofern passt  das schon mal sehr gut. Der Leser des Rezensionsexemplars, welches ihm von der Autorin zugesandt wurde, also ich, hatte nach der Hälfte des 195 Seiten starken Büchleins das Gefühl, es hätten mehrere Autoren daran gewerkelt. An sich eine gute Idee und es hätte auch sein können, dass Susanne Fuß nach einem Drittel den Stoff weitergab und mehrere Leute veranlasste, den Text weiter zu schreiben. Also eine Kettengeschichte. Diese am Ende wieder zusammen zu führen wäre auch ein hoher Anspruch angesichts der Verwicklungen und Wendungen gewesen.

Aber vermutlich hat die Autorin, welche Anglistik, Amerikanistik und Komparatistik studierte und als Wissenschaftliche Dokumentarin im Rundfunk arbeitete, das Ding ganz alleine geschrieben. Es ist ihr gelungen, denn ich habe zunehmend gelacht und mich über ebendiese Wendungen und Verwicklungen amüsiert. Das Ende lässt sie auch noch offen....

* * * 

Ich danke der Susanne Fuß für das Exemplar, welches sie mir zusandte, nachdem ich einwillgte, diesen ihren Debütroman zu rezensieren. Ich habe es gern getan, denn sie hat mich nicht entäuscht. Taxi-Geschichten bieten oft Spaß. diese hier auf jeden Fall.

DNB / tredition / Hamburg 2015 / ISBN: 978-3-7323-3458-2 / 195 Seiten

© KaratekaDD






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