Montag, 19. März 2018

LWH: Neuauflage der BÄRENSÖHNE



Es gibt so Verlage, die sich ganz speziellen Programmen widmen. Einer davon ist der Palisander-Verlag, der sich dem Werk der Liselotte Welskopf-Henrich widmet. Dem aufmerksamen Leser, der aufmerksamen Leserin dieses Blogs dürfte dies allerdings bekannt sein.

Das Hauptwerk der Autorin ist die sechsbändige Reihe DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN. Nun hat der Verlag dieses Werk neu herausgebracht und sich dabei an die Originalvorlagen gehalten, was sehr begrüßenswert ist.




Einige Monate später auf der Buchmesse in Leipzig: Die ARD stellt in ihrem Forum diese Neuauflage vor und dies macht kein geringerer als der "Chefindianer der DEFA": Gojko Mitić. 


ARD Forum auf der Buchmesse

Viele Besucher nur wegen ihm und zur Autogrammstunde brachten manche alte Zeitungsausschnitte, zum Beispiel der FRÖSI (!) mit. ► BuchMessePost

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Die Schutzumschläge bestechen schon einmal, denn der Verlag verließ sich auf die Kunst von Claudia Lieb, die bereits DIE GESCHICHTE DES SITTING BULL von Erik Lorenz (hier) auf wunderschöne Art illustrierte.

Es ist dem Verlag nun also zu danken, dass mit dieser Ausgabe das "indianische" Gesamtwerk sowohl als eBook als auch in der Printversion vorliegt. Es besteht aus den "Bärensöhnen" und der Fortsetzung ungefähr 90 Jahre später: DAS BLUT DES ADLERS heißt die Pentalogie.





Natürlich sind in unserem Blog schon vielseitige Beiträge zum Werk der Althistorikerin Welskopf-Henrich enthalten. Hier sei nun zitiert, was der Verlag zur Neuauflage der "Bärensöhne" schreibt:

"Die Söhne der Großen Bärin" ist eine Indianer-Roman-Hexalogie von Liselotte Welskopf-Henrich, die besonders in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) sehr erfolgreich war und auch heute noch viele Anhänger hat. Zunächst erschien 1951 eine einbändige Ausgabe Die Söhne der großen Bärin, die ab 1963 um die Vorgeschichte der Jugend von Harka zur Trilogie erweitert wird. Ab 1970 besteht „Die Söhne der großen Bärin“ aus sechs Bänden. Held der mit wissenschaftlichen Kenntnissen geschriebenen, aber auch phantasievollen und spannenden Indianerbücher ist der Lakota-Junge Harka, der sich später als Häuptling Tokei-ihto nennt. Die Autorin zeichnet die Hauptfiguren mit ihren biographischen Brüchen durchaus zwiespältig, ohne dass die Sympathie des Lesers mit den indianischen Hauptfiguren darunter leidet. Anders als andere Indianer-Erzählungen beruht der Romanzyklus von Welskopf-Henrich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und ist deutlich weniger von Gut-Gegen-Böse- Schwarz-Weiß-Malerei („Der gute Rote Mann gegen den bösen Weißen Mann“) geprägt. Unter dem gleichen Titel wie der Romanzyklus entstand 1966 bei der DEFA der ebenfalls sehr erfolgreiche Film "Die Söhne der großen Bärin" mit Gojko Mitic in der Hauptrolle als Tokei-ihto. Die erste Fassung des Drehbuches schrieb abermals Liselotte Welskopf-Henrich; nach Unstimmigkeiten mit den Machern des Filmes zog sie ihren Namen als Drehbuchautorin jedoch letztendlich zurück. 1968 erhielt Liselotte Welskopf-Henrich den Friedrich-Gerstäcker-Preis für diesen Romanzyklus."



© KaratekaDD




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