Dienstag, 2. Mai 2017

BlogPost Nr. 93: Zusammenfassung der Beiträge im April 2017


Osterzeit - Lesezeit? Irgendwie gab es in diesem Monat weniger Beiträge als sonst, dafür aber einen Post über unseren 1000. Beitrag. Ansonsten bot sich hier wieder eine bunte Mischung.





Diesmal gab es zu Beginn des Monats wieder zwei BlogPosts - Nr. 89 bot eine Zusammenfassung unserer Beiträge im März, Nr. 90 zeigte wie üblich unsere Neuerwerbugnen im Vormonat.



Unseren 1000. Post hier im Blog haben wir wieder gemeinsam verfasst, denn schließlich betreiben wir den Blog zu dritt. Ein Rückblick auf Gemeinsamkeiten und unterschiedliche Interessen bietet dieser Beitrag, und es bleibt festzuhalten: wir blicken gespannt den kommenden 1000 Posts entgegen. Es besteht jedenfalls keine Befürchtung, dass uns hier der Stoff ausgehen könnte...


Uwe las ein neues Buch von Sabine Ebert. Doch ehe er darüber einen Post veröffentlichen kann, muss er über die vorher veröffentlichten Romane über Hebamme Marthe und ihren Ritter Christian schreiben, also über die fünfbändige Hebammen-Saga. Nun hat er alle Bücher sogar gehört. Hier geht es zu diesem Post.


Annes erstes Buch war ein Bilderbuch von Colin Thompson: BÜCHER ÖFFNEN WELTEN. Ein tiefgründiges Bilderbuch hat Colin Thompson hier geschaffen, und jede einzelne Seite lädt zum Entdecken ein. Eine überbordende Fantasie kommt hier in den Seiten zutage, und der Titel könnte nicht passender gewählt sein. Ein Buch zum oft-in-die-Hand-Nehmen, denn immer wieder entdeckt man hier Neues. So schön! Anne jedenfalls war ganz begeistert.


EIN FAULER GOTT ist der Debütroman von Stephan Lohse. Er spielt in den 70er-Jahren und beschäftigt sich mit dem 11jährigen Ben und seiner Mutter, die den Verlust von Bens kleinem Bruder verkraften müssen. Als Fazit zog Anne: 'Die Atmosphäre der 70er-Jahre ist gut eingefangen, das Thema Trauer präsent - und doch konnte mich das Buch nicht wirklich berühren.' Weshalb, kann man in ihrer Rezension nachlesen...


Einen unterhaltsamen Krimispaß hat Anne dann mit dem ersten Band der Papst-Krimis gelesen. HALLELUJA! von Johanna Alba & Jan Chorin lässt Paulus II. ermitteln nach einem Anschlag auf seinen ältesten Freund Kardinal Rotondo. Viele mysteriöse Ereignisse täuschen nicht darüber hinweg, dass die Bedrohung näher rückt - der Papst selbst gerät in Gefahr. Klischeehafte aber nette Charaktere führen den Leser durch nicht ernstgemeinte Ermittlungen. Anne jedenfalls freut sich schon auf den Folgeband...


Auch im April verzichtete Anne nicht auf ihre geliebten Hörbücher. Diesmal gab es einen Klassiker von Kurt Tucholsky: SCHLOSS GRIPSHOLM. Die Erzählung dominiert weniger durch Aktionen denn durch inneres Erleben - und das erfordert ein sehr genaues Zuhören, damit hier keine Anspielungen und feine Nuancen verloren gehen. Tucholsky verwebt hier witzige und geistreiche Berliner Dialoge mit plattdeutschen Einsprengseln. Dabei zeigt er sein literarisches Können durch stilistisch ausgefeilte feine Formulierungen scharfer und punktgenauer Beobachtungen - ein gehobenes Stück Literatur.


Dieses Hörbuch ist mal wieder vom KaratekaDD. Ein faszinierender Thriller, der völlig ohne Aufregung von Charles Brauer gelesen wird. Ein Anwalt sitzt im Knast. Unschuldig. Er verrät einen geflohenen Mitinsassen und kommt ins Zeugenschutzprogramm. Da geht es erst richtig los. Und um viel Geld geht es auch. Ein echtes Komplott. Und hier geht es zur Rezension des Romans von John Grisham

Bücher 'Gegen das Vergessen' sind inzwischen fester Bestandteil dieses Blogs und werden immer wieder einmal von uns gelesen und vorgestellt. DER LETZTE ÜBERLEBENDE ist die Schilderung des Erlebens des Holocaust aus der Sicht eines der letzten lebenden Zeitzeugen: Sam Pivnik. Die Schreibweise ist meist recht distanziert, die Schilderungen jedoch schonungslos. Eingebettet ist die persönliche Erzähung Sam Pivniks in die größeren politischen Ereignisse, die zu der jeweils geschilderten Zeit auftraten. So fällt es dem Leser leichter, das Schicksal des Autors in einen größeren Ereigniszusammenhang einzubetten. Allemal lesenswert, befand Anne.


Ein ungewöhnliches Buch für diesen Blog hat Anne dann gelesen - ein Sachbuch, das sich mit dem Thema 'Inklusion' beschäftigt und mit deren Auswirkungen auf Deutschlands Bildungslandschaft. DIE INKLUSIONSFALLE von Michael Felten ist in der Argumentation differenziert und ausgewogen, bezieht aber doch eindeutig Position, um den Schülern von heute und morgen zu ihrem Recht zu verhelfen und damit das Wohl der Kinder wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Ein wichtiges Buch, befindet Anne.


Manchmal ist ein Titel so schräg, dass man zweimal hinschaut - und manchmal bleibt man dann richtig hängen. Anne jedenfalls ging es so mit DIE GRAMMATIK DER RENNPFERDE von Angelika Jodl. Eine leise Geschichte ist dies, eine Erzählung rund um ungewöhnliche Themen, die jedoch wohl das Leben der Autorin selbst berühren. Ein ungewöhnlicher Roman mit leisen Tönen und Charakteren, die sich erst im Laufe der Erzählung nahbarer zeigen - für Anne hat es sich in jedem Fall gelohnt, diesem Buch eine Chance zu geben.



Zu denen, die richtig gute historische Romane schreiben gehört unzweifelhaft Sabine Ebert. Nicht nur Sachsen und unter diesen die Freiberger kennen die fünfbändige Hebammensaga, die im 12. Jahrhundert angesiedelt ist. Nach einem Ausflug in das 19. Jahrhundert und die Schlachten bei Leipzig (1813) und Waterloo (1815) begibt sich die Autorin zu den mittelalterlichen Wurzeln zurück: Sie begibt sich in die Zeit, da Friedrich, ein Staufer und Neffe von König Konrad bis zum Kaiser aufsteigen wird. Barbarossa wird er genannt. Und sie erzählt die Geschichte der Eltern des späteren Ritters Christian von Christiansdorf. Als Dank an die große Zahl ihrer Fans. Ein tolles Hörbuch, gelesen von Gabi Blum. Rezension zu Schwert und Krone - Meister der Täuschung.


Mit hohen Erwartungen ist Anne an das Thrillerdebüt von Melanie Raabe herangegangen. DIE FALLE versprach spannende Hörstunden, doch empfand Anne es letztlich eher als langatmiges Kammerspiel. Mehr Schwachpunkte als gelungene Elemente gab es hier, weshalb es für sie eher eine Enttäuschung war...







Mario Sempf hat "ein staubiges Tuch des Vergessens von alten Akten gezogen". Schon seit einiger Zeit auf der Suche nach Gruseligem in Dresden, hat er nun mit seinem Illustrator im Dresdner Buchverlag das Buch VOM HÄNGEN UND WÜRGEN herausgebracht. Nicht nur das ernste Thema ist verblüffend, ebenso die Art der Vermarktung. Das klingt profan, daher will ich lieber von einer besonderen Art des Geschichtsunterrichts schreiben. Doch seht selbst, ich war mit einem Ritter, einem Scharfrichter und einer geköpften Magd in Dresden unterwegs. Rezension

Kommentare:

  1. Was für eine bunte Vielfalt, liebe Anne Parden. Bis auf das eine Buch, das ich mir durch dich angeschafft habe, kenne ich keines. "Der letzte Überlebende" würde mich auch interessieren.
    Gruß, Mira

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich hab mal gelesen, dass drei Blogger sehr selten dreimal dieselben Bücher gelesen hätten. Daher kommt es wohl, dass auch wir auf anderen Blogs nur selten finden, was wir schon bearbeitet haben. Aber es kommt vor.
      Ja, wir sehen unsere litterarische Welt auch als bunt und vielfältig an.
      Viele Grüße
      KaratekaDD

      Löschen